Immofinanz: UniCredit kalkuliert mit Wandelbond-Rückkauf von 70 Mio. Nominale
Die Immofinanz legt am Dienstag die Zahlen für das erste Quartal 2009/10 vor. Die Analysten der UniCredit gehen in ihren Prognosen davon aus, dass das Immounternehmen im Startquartal eigene Wandelanleihen mit einem Nominale von 70 Mio. Euro zurückgekauft hat. Da die Rückkäufe mit einem durchschnittlichen Abschlag von rund 60% zum Nominale erfolgt sein dürften, werde sich das dementsprechend positiv auf den Gewinn auswirken. Der Nettogewinn nach Minderheiten wird daher bei knapp 106 Mio. Euro erwartet (nach -74,5 Mio. Euro im Startquartal 2008/09).
Die 2014er und die 2017er Wandelanleihen notieren derzeit bei ca. 100% des Nominalwertes. Bei der 2017er Anleihe nimmt der Nennwert gemäss den Anleihebedingungen im Verlauf der Laufzeit pro Jahr um 2,5% zu und liegt derzeit bei ca. 108,5%. Ansgesichts der erfolgreichen Sanierung sollte ein Kursniveau von ca. 105% fair sein. Bis zur 113,47%igen Rückzahlung der 2017er Anleihe im Jahr 2012 (bei Kündigung durch den Anleihebesitzer) gibt es auf dem aktuellen Kurslevel also attraktive 7% Zinsen p.a.. Im Falle einer Übernahme wird die Anleihe sofort zum angewachsenen Nennwert (100% + x) zurückbezahlt. die 2014er Anleihe wird sowohl bei vorzeitiger Kündigung als auch bei Übernahme zu 100% zurückbezahlt. Bei gleichem Kursniveau ist also die 2017er Anleihe aufgrund insgesamt höherer Effektivzinsen trotz etwas längerer Laufzeit attraktiver. Die Performance der 2011er Anleihe ist recht eng an den Aktienkurs gekoppelt, da hier der Wandlungspreis von 2 Euro Perspektiven bietet. Insgesamt erscheint die 2017er Anleihe am attraktivsten.
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