Die Immofinanz hat eigene Wandelanleihen zurückgekauft. Jetzt lässt Vorstand Zehetner verlauften, dass es sich dabei "um keinen dramatischen Betrag" handelt, sondern um ein "zweistelliges Nominale".
Auf die Frage, ob es bei der Immofinanz zu einem weiteren Umtauschangebot an die Anleiheinhaber kommen könnte, sagt Zehetner, dass er das jedenfalls kurzfristig ausschliessen könne.
Ergebnisse für das 1.Quartal 2009/10: IMMOEAST startet positiv ins neue Geschäftsjahr
Das 1. Quartal des neuen IMMOEAST-Geschäftsjahres (1. Mai 2009 bis 31. Juli 2009) zeigt eine erfreuliche Entwicklung der operativen Kennzahlen, welche insbesondere auf den Kauf der IMMOAUSTRIA durch die IMMOEAST und auf die gesetzten Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen ist.
Mieterlöse, Umsatzerlöse und EBITDA Im 1. Quartal wurden Mieterlöse in der Höhe von EUR 113,6 Mio. erwirtschaftet, was einem Zuwachs von 79% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (EUR 63,6 Mio.) entspricht. Die Umsatzerlöse stiegen im gleichen Zeitraum um 92% von EUR 84,7 Mio. auf EUR 162,2 Mio. Auch das operative Ergebnis (EBITDA) konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum von EUR 33,7 Mio. auf EUR 97,9 Mio. gesteigert werden. Alle Kennzahlen profitieren vom neu hinzugekommenen Segment IMMOAUSTRIA.
EBIT, EBT und Cashflow Das EBIT, welches im Vorjahresquartal maßgeblich von dem negativen Neubewertungsergebnis (EUR -293,6 Mio.) beeinflusst war und EUR -261,4 Mio. betragen hat, konnte nun aufgrund des ausgeglichenen Bewertungsergebnisses (EUR 7,3 Mio.) auf EUR 102,1 Mio. verbessert werden. Das Neubewertungsergebnis bezieht sich in Höhe von EUR -124,0 Mio. auf Bestandsobjekte und in Höhe von EUR 131,3 Mio. auf Entwicklungsprojekte. Während die Abwertung des Bestandsimmobilien-Portfolios überwiegend auf Wechselkurseffekte zurückzuführen ist, resultiert das positive Neubewertungsergebnis von Entwicklungsprojekten ausschließlich aus einer Änderung der Bestimmungen des IAS 40: Da nunmehr fortgeführte Entwicklungsprojekte mit dem Residualwert (abgezinster Fair Value zum Fertigstellungszeitpunkt abzüglich offener Investitionen) zu bilanzieren sind, wurden im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 stille Reserven in Höhe von EUR 139,0 Mio. aufgedeckt, während weitere Abwertungen in Höhe von EUR 7,7 Mio. vorgenommen werden mussten.
Das Finanzergebnis beträgt EUR 33,8 Mio. und spiegelt hauptsächlich die erfolgswirksame Neubewertung von Finanzinstrumenten und die Neubewertung aufgrund von Wechselkursveränderungen wider. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) das sich im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit EUR -77,0 Mio. negativ darstellt, beträgt im abgeschlossenen Quartal EUR 135,8 Mio. Bereinigt um Wechselkurseffekte würde dieses EUR 179,5 Mio. betragen. Besonders erfreulich stellt sich die Entwicklung des Cashflows aus dem Ergebnis dar, welcher von EUR 25,5 auf EUR 82,8 Mio. gesteigert werden konnte. Das Konzernergebnis stellt sich mit EUR 110,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (EUR -52,6 Mio.) sehr erfreulich dar.
NAV je Aktie und Ergebnis je Aktie Der NAV (Net Asset Value) liegt bei EUR 7,25 je Aktie. Der Discount zum Aktienkurs EUR 3,98 (23. September 2009) beträgt 45%. Das Ergebnis je Aktie errechnet sich für das 1. Quartal 2009/10 mit EUR 0,13 und ist somit wieder positiv.
Investor Relations&Corporate Communications: Mag. Margit Hermentin IMMOFINANZ AG&IMMOEAST AG T +43 (0)5 7111-2290 m.hermentin@immofinanz.com
Immoeast veröffentlicht am Donnerstag die Quartalszahlen, Immofinanz am Dienstag kommender Woche. Bei den Immofinanz-Zahlen wird vor allem interessant, in welchem Ausmass im ersten Quartal Wandelanleihen mit Abschlägen vom Markt zurückgekauft worden sind.
Ende nächster Woche stehen zudem die Hauptversammlungen von Immoeast (1. Oktober) und Immofinanz (2. Oktober) auf dem Programm.
Mit diesem Geld kann Immofinanz weitere Anleihen zurückkaufen. Die Liquiditätslage hat sich damit deutlich verbessert und es besteht kaum mehr eine Insolvenzgefahr. Lesen Sie hier das interessante Interview mit Immofinanz-Chef Zehetner:
IMMOFINANZ AG: Münchner Lenbachgärten zu einem Immobilienwert von mehr als EUR 200 Mio. verkauft - größte Immobilientransaktion am deutschen Markt 2009
Die IMMOFINANZ AG hat heute erfolgreich zwei Bürogebäude und ein Hotel in den Münchner Lenbachgärten verkauft. Der Kaufpreisberechnung in der Transaktion des 65.000 Quadratmeter großen Areals in der Münchner Innenstadt, das aus zwei voll vermieteten Bürogebäuden und einem Fünf-Sterne-plus-Hotel besteht, wurde ein Immobilienwert von mehr als EUR 200 Mio. zugrunde gelegt. Käufer ist das Münchner Family Office AM alpha GmbH, das Real Estate Investments für mehrere vermögende deutsche Familien tätigt.
'Wir haben uns nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, uns von diesen besonderen Objekten zu trennen. Zum Einen erzielen wir damit eine respektable Cash-Optimierung im Unternehmen, zum Anderen ist mit der Transaktion der Beweis erbracht, dass die Immofinanz AG mit wertvollen Assets operieren und Bestände auch in einem schwierigen Markt veräußern kann', unterstreicht IMMOFINANZ AG-CEO Dr. Eduard Zehetner die Bedeutung des Verkaufs.
Der Investitionsschwerpunkt der AM alpha GmbH liegt auf Gewerbeimmobilien an ausgewählten europäischen Top-Standorten. 'Für uns ist es wichtig, unsere Investments in Europa mit professionellen Partnern zu tätigen. Wir werden unser Engagement am deutschen Markt und in Westeuropa in der jetzigen Marktphase deutlich ausweiten', so Siegmut Böhm, Geschäftsführer der AM alpha GmbH.
Durch die frühe Beteiligung der IMMOFINANZ AG an den Lenbachgärten - das Unternehmen hatte das Projekt bereits im Jahr 2006 angekauft - war die Investition für die IMMOFINANZ erfolgreich.
Head of Investor Relations&Corporate Communications IMMOFINANZ AG: Mag. Margit Hermentin IMMOFINANZ AG t +43 (0)5 7111-2290 m.hermentin@immofinanz.com
Die 2014er und die 2017er Wandelanleihen notieren derzeit bei ca. 100% des Nominalwertes. Bei der 2017er Anleihe nimmt der Nennwert gemäss den Anleihebedingungen im Verlauf der Laufzeit pro Jahr um 2,5% zu und liegt derzeit bei ca. 108,5%. Ansgesichts der erfolgreichen Sanierung sollte ein Kursniveau von ca. 105% fair sein. Bis zur 113,47%igen Rückzahlung der 2017er Anleihe im Jahr 2012 (bei Kündigung durch den Anleihebesitzer) gibt es auf dem aktuellen Kurslevel also attraktive 7% Zinsen p.a.. Im Falle einer Übernahme wird die Anleihe sofort zum angewachsenen Nennwert (100% + x) zurückbezahlt. die 2014er Anleihe wird sowohl bei vorzeitiger Kündigung als auch bei Übernahme zu 100% zurückbezahlt. Bei gleichem Kursniveau ist also die 2017er Anleihe aufgrund insgesamt höherer Effektivzinsen trotz etwas längerer Laufzeit attraktiver. Die Performance der 2011er Anleihe ist recht eng an den Aktienkurs gekoppelt, da hier der Wandlungspreis von 2 Euro Perspektiven bietet. Insgesamt erscheint die 2017er Anleihe am attraktivsten.